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Die benötigte Anzahl an Werkstückträgern berechnen

Die Trägermenge ergibt sich aus dem gesamten Umlauf. Paletten befinden sich nicht nur an einer Maschine, sondern auch in Zwischenlagern, an Prüfplätzen und auf dem Rückweg. Eine einfache Überschlagsrechnung macht diese Zusammenhänge sichtbar.

Originalaufnahme der MANZ MFP 2 Flachpalette mit Fachstruktur

Vier Größen für die erste Abschätzung

Sie benötigen den Durchsatz q in Teilen pro Stunde, die tatsächlich nutzbare Belegung n in Teilen pro Träger und die Umlaufzeit t in Stunden. Hinzu kommt eine geplante Reserve r. Die Umlaufzeit beginnt mit der Bereitstellung zur Bestückung und endet, wenn derselbe Träger wieder verfügbar ist. Dabei sind Warte- und Rückführungszeiten zu berücksichtigen.

Die vereinfachte Formel

Grundbedarf an Trägern = q × t / n.

Planungsbestand = aufrunden(Grundbedarf × (1 + r)).

Diese Rechnung eignet sich als erste Näherung für einen ausreichend gleichmäßigen Umlauf. Sie ist keine Simulation einer komplexen Fertigung. Separate Produktfamilien, chargenweise Abläufe und Engpässe können eine weitergehende Betrachtung erforderlich machen.

Beispiel ohne Bezug auf ein bestimmtes MFP-Modell

Ein Prozess verarbeitet 480 Teile je Stunde. Ein Träger wird tatsächlich mit 40 Teilen bestückt. Vom Beginn der Bestückung bis zur erneuten Verfügbarkeit vergehen drei Stunden. Als Rechenannahme wird eine Reserve von 20 Prozent verwendet.

  • Grundbedarf: 480 × 3 / 40 = 36 Träger.
  • Mit Reserve: 36 × 1,20 = 43,2 Träger.
  • Aufgerundet: 44 Träger.

Die Werte sind frei gewählte Planungsannahmen. Sie beschreiben weder eine MFP-Kapazität noch eine allgemein empfohlene Reserve.

Warum die tatsächliche Belegung zählt

Verwenden Sie nicht ungeprüft die theoretische Anzahl der Fächer. Möglicherweise bleibt ein Teil der Positionen frei, weil ein Greifer Zugang benötigt, ein Auftrag kleiner ist oder eine besondere Bestückung vorgesehen wird. Im Beispiel erhöht eine reale Belegung von nur 30 Teilen den Grundbedarf auf 48 Träger und den Planungsbestand mit derselben Reserve auf 58.

Wartezeit ist ebenfalls Umlaufzeit

Wenn Träger nach einem Prozess auf Prüfung oder Abholung warten, stehen sie nicht für eine neue Bestückung zur Verfügung. Beobachten Sie diese Zeiten im Betrieb. Häufig ist es sinnvoll, vermeidbare Wartezeiten zuerst sichtbar zu machen, bevor ausschließlich zusätzliche Paletten beschafft werden.

Die Reserve begründen

Eine Reserve kann für Schwankungen, Reinigung, Kontrolle oder ausgesonderte Träger vorgesehen werden. Legen Sie den Wert anhand Ihrer Daten fest. Dokumentieren Sie die Annahmen und vergleichen Sie die Rechnung später mit dem beobachteten Umlauf. So wird aus einer ersten Schätzung eine laufend verbesserte Planung.

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