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Wirtschaftlichkeit über den gesamten Einsatz betrachten

Der Stückpreis einer Palette ist leicht zu vergleichen. Ob eine Lösung wirtschaftlich ist, hängt aber auch vom Bestand im Umlauf und den Arbeitsschritten ab. Eine sinnvolle Betrachtung trennt belegte Kosten von Annahmen und vermiedenen Kosten, die erst nachgewiesen werden müssen.

Originalaufnahme der MANZ MFP 0 Flachpalette mit Fachstruktur

Den Vergleichsrahmen festlegen

Vergleichen Sie Lösungen für dieselbe Aufgabe und denselben Zeitraum. Notieren Sie Jahresmenge, Bestückung, Arbeitsablauf und geplante Nutzungsdauer. Wenn eine Variante zusätzliche Umlagerungen benötigt und eine andere nicht, muss dieser Unterschied in der Rechnung sichtbar werden. Die technische Eignung ist vor einer wirtschaftlichen Entscheidung zu klären.

Welche Positionen gehören hinein?

Neben der Beschaffung können Reinigung, Kontrolle, Rückführung und Ersatzbedarf relevant sein. Auch Arbeitszeit bei Bestückung und Entnahme kann eine Rolle spielen. Kosten durch beschädigte Teile dürfen nur angesetzt werden, wenn die zugehörigen Daten belastbar sind. Eine unbewiesene Ausschussreduzierung ist keine sichere Einsparung.

Vereinfachtes Zeitbeispiel

Angenommen, ein geänderter Ablauf spart bei 200 Palettenwechseln am Tag jeweils 15 Sekunden. Daraus ergeben sich 3.000 Sekunden beziehungsweise 50 Minuten pro Tag. Bei angenommenen 220 Arbeitstagen sind das rund 183,3 Stunden im Jahr. Mit einem kalkulatorischen Satz von 40 Euro pro Stunde entspricht dies rechnerisch etwa 7.333 Euro Zeitwert.

Diese frei gewählten Werte sind kein Leistungsversprechen für MFP. Außerdem ist rechnerisch frei werdende Arbeitszeit nicht automatisch eine zahlungswirksame Ersparnis. Dafür müsste betrachtet werden, wie sie im Betrieb tatsächlich genutzt wird.

Den benötigten Bestand einbeziehen

Eine Lösung kann pro Träger preiswerter sein, aber aufgrund einer geringeren nutzbaren Belegung mehr Träger benötigen. Berechnen Sie daher zunächst die Umlaufmenge. Berücksichtigen Sie dabei Wartezeit und Rückführung. Anschließend lässt sich der notwendige Anfangsbestand mit den angebotenen Preisen bewerten.

Mit Szenarien statt Scheingenauigkeit arbeiten

Rechnen Sie bei unsicheren Größen mit einem niedrigen, mittleren und hohen Ansatz. Das gilt beispielsweise für Umlaufzeit oder Ersatzbedarf. So wird sichtbar, welche Annahme die Entscheidung besonders stark beeinflusst. Genau diese Größe sollte im Versuch oder im laufenden Betrieb genauer erhoben werden.

Ergebnis verständlich zusammenfassen

Eine gute Entscheidungsvorlage enthält die technische Voraussetzung, den Betrachtungszeitraum, die wesentlichen Kostenpositionen und offene Annahmen. Trennen Sie gemessene Werte von Schätzungen. Aktualisieren Sie die Rechnung nach einem repräsentativen Einsatzzeitraum. Damit bleibt die wirtschaftliche Bewertung überprüfbar und kann bei Änderungen nachvollziehbar angepasst werden.

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