Beschädigungsbild zuerst beschreiben
Welche Veränderung soll vermieden werden: Kratzer auf einer Sichtfläche, Ausbrüche an einer Kante, Verformung eines Vorsprungs oder Verschmutzung vor dem nächsten Schritt? Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie zu unterschiedlichen Prüfungen führt. Eine unempfindliche Außenfläche kann als Kontaktstelle geeignet sein, während eine Funktionsfläche frei bleiben muss.
Ruhende Lage und Bewegung unterscheiden
Ein Teil kann beim Einlegen gut liegen und sich später bewegen. Beschreiben Sie die vorgesehenen Transporte, das Anheben und das Abstellen. Prüfen Sie anschließend, wo das Teil tatsächlich anliegt. Bei einem runden Werkstück ist beispielsweise zu beobachten, ob es rollt; bei einem hohen Bauteil, ob es kippt. Die entscheidende Frage ist der Zustand nach dem Ablauf, nicht nur unmittelbar nach dem Bestücken.
Fremdpartikel mitbetrachten
Auch eine geeignete Auflage kann problematisch werden, wenn sich Partikel zwischen Träger und Bauteil befinden. Beziehen Sie daher die Kontrolle und gegebenenfalls Reinigung des leeren Trägers in den Ablauf ein. Legen Sie fest, wie auffällige Paletten aussortiert werden. Beschädigte Stege oder Anhaftungen sollten nicht unbemerkt in den Umlauf zurückkehren.
Einfache Versuche aussagekräftig gestalten
Dokumentieren Sie den Ausgangszustand des Bauteils unter passenden Bedingungen. Führen Sie den geplanten Ablauf mit dem vorgesehenen Träger durch und prüfen Sie dieselben Stellen erneut. Für einen Vergleich sollten Beleuchtung, Betrachtung und Kriterien gleich bleiben. Bei kritischen Oberflächen bestimmt die zuständige Qualitätssicherung, welche zusätzliche Prüfung erforderlich ist.
Mehrere Teile in einem Fach?
Eine gemeinsame Ablage verändert die Situation. Teile können sich gegenseitig berühren, überdecken oder verkanten. Wenn dies geplant ist, muss genau diese Bestückung bewertet werden. Eine Prüfung mit einem einzelnen Werkstück lässt sich nicht ungeprüft auf mehrere Teile übertragen. Ebenso ist zu klären, wie Vollständigkeit und Entnahme organisiert werden.
Keine pauschale Null-Schaden-Zusage
Ein Foto eines bestückten Trägers beweist keinen beschädigungsfreien Serienprozess. Belastbare Aussagen beziehen sich auf definierte Bauteile, Bedingungen und Prüfungen. Halten Sie diese Zuordnung fest, damit spätere Änderungen an Oberfläche, Bestückung oder Transport erkannt und gezielt bewertet werden können.
Musterprüfung dokumentieren · Transport planen · Anwendung besprechen
