Ziel und Ausgangszustand festhalten
Beschreiben Sie die ankommenden Teile: Material, Geometrie, vorhandene Verschmutzung und Bearbeitungszustand. Halten Sie fest, woran ein geeignetes Ergebnis erkannt wird. „Sauber“ ist im Alltag verständlich, für einen reproduzierbaren Versuch aber zu unbestimmt. Die Bewertung kann unterschiedliche Aspekte betreffen; ihre Kriterien müssen zum betrieblichen Bedarf passen.
Bestückung als Prozessparameter behandeln
Dokumentieren Sie Anzahl und Lage der Teile. Ein dicht bestückter Träger verhält sich möglicherweise anders als ein teilweise belegter. Kontaktstellen und verdeckte Bereiche gehören deshalb in die Betrachtung. Eine Änderung der Bestückung sollte im Versuch nicht stillschweigend erfolgen, weil sonst Ergebnisse schwer vergleichbar werden.
Den Träger im beladenen Zustand beurteilen
Betrachten Sie die Stellen, an denen das Teil aufliegt, und die Wege, über die Flüssigkeit zu- und ablaufen kann. Notieren Sie mögliche Ansammlungen in Vertiefungen oder zwischen benachbarten Flächen. Welche Auswirkungen diese Beobachtungen tatsächlich haben, zeigt die Prüfung im vorgesehenen Verfahren. Eine offene Struktur allein garantiert weder das Ergebnis noch die Eignung für jede Anlage.
Prozessdaten vollständig erfassen
Zum Protokoll gehören Medium, Produktbezeichnung, Konzentration, Temperatur, Dauer und Verfahren. Ergänzen Sie gegebenenfalls Bewegung, Spülung und anschließende Trocknung. Verwenden Sie eindeutige Bezeichnungen statt „Standardprogramm“. So bleibt später erkennbar, welche Bedingungen mit dem Träger bewertet wurden.
Der Versuch endet nach der Entnahme
Prüfen Sie nicht nur das Bauteil unmittelbar nach dem Reinigungsschritt. Betrachten Sie auch die Trocknung, die anschließende Handhabung und mögliche Wiederverunreinigung. Halten Sie außerdem Veränderungen am Träger fest. Erst der vollständige Ablauf zeigt, ob die Lösung für den nächsten Arbeitsschritt verwendbar ist.
Typische Stolperstellen
- Vergleich von Versuchen mit unterschiedlicher Beladung.
- Fehlende Aufzeichnung des tatsächlichen Reinigungsprogramms.
- Bewertung ausschließlich nach Sicht, obwohl weitere Kriterien gelten.
- Ungeprüfte Übernahme einer Materialaussage aus einer anderen Anwendung.
- Vermischung von freigegebenen und noch nicht bewerteten Trägern.
Eine kleine, aussagekräftige Versuchsreihe
Beginnen Sie mit einer klaren Fragestellung und verändern Sie möglichst nur einen relevanten Parameter pro Vergleich. So können Beobachtungen besser zugeordnet werden. Umfang und Freigabekriterien bestimmt die verantwortliche Prozessplanung. Fachliche Leitlinien des FiT können diese Planung unterstützen; sie ersetzen keine anwendungsspezifische Bewertung.
Trocknung vertiefen · Material und Medien · Protokoll herunterladen
