1. Palette in der Anlage positionieren
Beschreiben Sie, wie der Träger ankommt, ausgerichtet und gehalten wird. Welche Flächen oder Merkmale dienen als Bezug? Welche Abweichungen sind zulässig? Diese Informationen gehören in eine Schnittstellenbeschreibung. Die Außenabmessungen allein reichen nicht, weil sie weder die genaue Aufnahme noch die Wiederholbarkeit festlegen.
2. Bauteillage verstehen
Ein Fach begrenzt einen Raum, fixiert aber nicht automatisch jede Drehung oder Verschiebung des Teils. Prüfen Sie, welche Lagen nach Bestückung und Transport vorkommen können. Das gilt insbesondere bei runden, flachen oder asymmetrischen Bauteilen. Die geforderte Entnahmegenauigkeit bestimmt, wie mit dieser Streuung umzugehen ist.
3. Greifer und Freiraum abstimmen
Der Greifer muss die vorgesehenen Kontaktflächen erreichen. Beschreiben Sie Anfahrtrichtung, benötigten Raum und den Weg des Bauteils aus dem Fach. Beachten Sie Nachbarteile und Fachwände. Ein Greifversuch im freien Raum beantwortet diese Frage nicht vollständig; der Versuch sollte die tatsächliche Bestückung berücksichtigen.
4. Erkennung und Belegungslogik definieren
Falls die Anlage mit Sensorik oder Bildverarbeitung arbeitet, sind Sichtverhältnisse und Zustände festzulegen. Was gilt als leeres Fach? Wie wird eine falsche Lage erkannt? Was geschieht, wenn ein Teil nicht übernommen wurde? Diese Funktionen liegen im Gesamtsystem und werden nicht durch die Palette allein bereitgestellt.
5. Wiederanlauf mitprüfen
Ein Serienablauf enthält Unterbrechungen. Nach einem Stopp muss die Zuordnung von bereits entnommenen und noch vorhandenen Teilen stimmen. Erproben Sie daher nicht nur einen vollständig belegten Träger im ununterbrochenen Ablauf, sondern auch Teilbestückung und definierte Störsituationen. Die Anlagenverantwortlichen bestimmen die erforderlichen Prüfungen.
Ein hilfreiches Übergabedokument
Fassen Sie Zeichnungsstände von Träger, Bauteil und Greifer zusammen. Ergänzen Sie die Lagebezüge, das Belegungsmuster und die relevanten Prozessbedingungen. Halten Sie Änderungen nachvollziehbar fest. Damit können Trägerlieferant, Integrator und Produktion auf denselben Stand Bezug nehmen.
Was MFP-Kompatibilität bedeutet
Ein bestehender Einsatz einer MFP-Palette ist ein wertvoller Ausgangspunkt. Er beweist aber nicht automatisch, dass jede Variante in jede Maschine passt. Für eine konkrete Zuordnung sind Artikelnummer, Aufnahme und Anwendung gemeinsam zu betrachten.
Teilehandling als Anwendung · Fachgeometrie verstehen · Anfrage vorbereiten
Kompatibel mit Ihrer Bearbeitungsmaschine?
Oft wird nach Paletten gesucht, die „kompatibel mit allen gängigen Bearbeitungsmaschinen“ sind. Das MFP-System ist für unterschiedliche Bearbeitungsmaschinen geeignet und mit Verdrehschutz, festem Raster und standardisierten Stapelsystemen für die Automation ausgelegt. Ob es in Ihre Anlage passt, entscheiden Palettenaufnahme, Referenzierung, Greifer und Bauteillage – das prüfen wir gern mit Ihnen oder Ihrem Integrator.
